Es bewegt sich was!

Der Obervinschgau war während mindestens zwei Jh. die Kornkammer Tirols. Die Menge und vor allem die Qualitäten des Getreides waren dafür maßgeblich verantwortlich. Legenden erzählen von der Belieferung des Vatikans und des englischen Könighauses. Wahr ist allenfalls, dass das Getreide im Obervinschgau ob der besonderen klimatischen und geographischen Verhältnisse besonders gut gedeiht und eine hohe Qualität erreicht. Das Getreide war über Jh. für viele Betriebe eine wirtschaftliche Grundlage, die erst in den 60er Jahren des vorigen Jh. von der Milch und zum Teil vom Obst abgelöst wurden. Bis dahin waren noch rund 75% der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft beschäftigt. Im Laufe der letzten Jahre hat sich diese Zahl dezimiert. Im Jahr 2010 hat sich die Interessensgemeinschaft Kornkammer Vinschgau gegründet, nachdem mittlerweile wieder rund 30 Bauern auf 50 ha Getreide anbauen. Sie sind von den regionalen Kreisläufen überzeugt und wissen, dass sie ob der hohen Qualität auch einen adäquaten Preis erzielen können. Es ist viel Wissen verloren gegangen. Gleichzeitig gibt es völlig neue Herausforderungen zu bewältigen. In der Begeisterung für die Getreidekultur und in der Zusammenschau aller Kräfte sollte es gelingen, sie anzunehmen.


Die Kornkammer lädt alle Kräfte ein, sich aktiv und passiv an diesem Abenteuer zu beteiligen.