Was bewegt sich in der Kornkammer?

Getreidekulturen

Haupt- und Nebenerwerbsbauern sowie Grundstückerben haben die Zeichen der Zeit erkannt und bauen wiederum vermehrt Getreide an. Weder Handelsdünger noch Pestizide sind erforderlich, weil die klimatischen Bedingungen und die Bodenverhältnisse im Vinschgau geradezu ideale Voraussetzungen für den Getreideanbau bieten. In Zusammenarbeit mit dem Maschinenring Vinschgau können die Produktion effizient gestaltet und die Kosten gering gehalten werden. 

 

Verarbeitung, Lagerung

Im Jahr 2011 hat Othmar Folie, Mitglied der Kornkammer, eine Verarbeitungsstraße in Prad eingerichtet, wo das Getreide ab dem Mähdrescher getrocknet, gereinigt, entsteint, (entspelzt), kalibriert und abgesackt werden kann. 

 

Verkauf

Die Kornkammer ist um ein ausgewogenes Verhältnis von Angebot und Nachfrage bemüht. Hauptabnehmer von BIO-zertifiziertem Getreide sind derzeit Bäcker im Vinschgau und in Südtirol, Bioläden und Privatkunden. Der Verkauf geht zentral über die Handelsagentur. Die Kornkammer gestaltet das Marketing, gewährleistet den Vertrieb und kümmert sich um die Qualitätsanforderungen. 

 

Forschung

In den Jahren 2008 wurden Untersuchungen zu Hof- und Land-Roggensorten (Versuchszentrum Laimburg) durchgeführt, seit 2012 arbeitet die Kornkammer mit Unterstützung von Prof. Dr. Manfred Hoffmann an der Verbesserung der Getreidequalität. Als nächsten Schritt möchte die Kornkammer ein Saatgutprogramm aufbauen. 

 

Aus- und Weiterbildung

Die aktuellen Themen in der Weiterbildung lauten:

Bodengesundheit, Bodenfruchtbarkeit, Bodenbearbeitung, Saatgut, geistige Grundhaltungen. Sie werden je nach Bedarf vertieft und erweitert. Parallel dazu finden Exkursionen statt, in denen intensiver Erfahrungsaustausch mit Berufskollegen gesucht und gepflegt wird. Allem steht die persönliche Kultivierung Pate.